Blogumzug

Meine lieben Leser,es ist schön, dass ihr so treu hier vorbeischaut.
Falls ihr weiterhin gerne bei mir mitlesen wollt, könnt ihr dies ab sofort unter www.best-made.de tun. Ich freue mich sehr, euch auf meinem nun selbst gehosteten Blog willkommen zu heißen!

Im neuen Heim ist zwar noch nicht alles perfekt, aber das wird schon noch. Dafür gibt es dort aber auch keine komische Werbung mehr unter meinen Artikeln. Das ist doch auch schon was.

Also, husch, husch … schnell rüber zu www.best-made.de – ich hoffe, ihr fühlt euch dort wohl!

Foto der Woche: #3

Ententeich bei mir umme Ecke, 18.01.2014

Ententeich bei mir umme Ecke, 18.01.2014

(Mein Beitrag zum Foto der Woche von Fee und Juli.)

Foto der Woche: #2

Stillleben mit Miez, 14.1.2014

Stillleben mit Miez, 14.1.2014

(Mein Beitrag zum Foto der Woche von Fee und Juli.)

Foto der Woche: #1

Aussicht vom Bismarckturm in MH über die Saarner Ruhrauen, 5.1.2014

Aussicht vom Bismarckturm in MH über die Saarner Ruhrauen, 5.1.2014

(Juli und Fee haben mal wieder was Feines zusammen ausgeheckt: das Foto der Woche. Eine schöne Idee, an der ich mich gerne beteilige.)

Luxemburg-Tipps

Flagge Luxemburgs

Wie immer hat viel zu schnell ein neues Jahr begonnen, sodass unser letzter Ausflug nach Luxemburg schon wieder eine ganze Weile her ist. Trotzdem muss ich unbedingt noch ein paar Ausflugstipps für diese interessante Stadt nachschieben.

Der eigentliche Grund für unseren Ausflug im Oktober war ja das Brunch im MUDAM am Sonntag, aber selbstverständlich sind wir schon am Samstag angereist, um mal wieder ein wenig durch die Stadt zu streifen. Besonders gern mag ich solche Kurztrips, wenn ich in eine Stadt zurückkehre, in der ich schon ein paar Mal war: Dann kenne ich mich schon ein wenig aus und alles fühlt sich schon fast vertraut an. Nach dem zweiten oder dritten Besuch hat man auch schon einen kleinen Überblick, kennt ein paar Wege und weiß in etwa, wo man gerne hinmöchte.

In Luxemburg-Stadt führt uns unser erster Weg eigentlich meistens zum Place de la Constitution. Es ist ein typischer Touristenaussichtspunkt, an dem es auch meistens voller Leute ist – was mir eigentlich gar nicht so liegt. Aber trotzdem kommen wir immer gerne hierher, denn den grandiosen Blick auf die Pont Adolphe, die Passerelle-Brücke und über das Petrusse-Tal wollen wir uns nicht entgehen lassen. Gerade wenn die Sonne an einem solch schönen Herbsttag alles gibt. Wenn man dann genug geguckt und Fotos gemacht hat, kann man hervorragend zu einem Spaziergang die paar Stufen ins Petrusse-Tal hinabsteigen, denn im Gegensatz zu dem Platz oben ist unten im Tal meistens nicht viel los.

adolphebrücke

Pont Adolphe

Passerelle

Passerelle

Petrusse-Tal

Petrusse-Tal

Packt einen nach dem Spaziergang der kleine Hunger, so springt man einfach über die Hauptstraße (Boulevard Franklin Delano Roosevelt) und geht in die Rue Chimay hinein, dort findet man das Lokal “À la soupe“, das ich nur wärmstens empfehlen kann. Ganz vorzügliche Suppen haben wir dort gegessen, genau das Richtige für zwischendurch. Danach kann man zum Beispiel Shoppen gehen … wenn man allerdings, so wie ich, kein großer Shopping-Freund ist, kann man dazu gar nichts sagen oder empfehlen. Stattdessen empfehle ich lieber, die Stadt zu Fuß zu erkunden und vielleicht das Historische Museum der Stadt Luxemburg (Musée d’Histoire de la Ville de Luxembourg) zu besuchen, in dem man viel über die Geschichte der Stadt erfährt. Das Museum spiegelt über acht Etagen den Aufbau der Stadt wider. Das Spannende dabei ist der Glasaufzug, mit dem man quasi durch die Stadtgeschichte fährt. Er ist ein eigener Ausstellungsraum und er fährt ganz langsam, sodass man dabei den nackten Fels sehen kann.

Wer nicht so viel Kultur möchte, der kann auch einfach so mit dem “ganz normalen” Stadt-Aufzug aus der Oberstadt hinunter in den Grund fahren und sich dort ein wenig umsehen. Was sicher auch interessant ist, ist ein Besuch der Kasematten  – in den Fels gehauene Höhlen und Gänge, die noch aus dem 17. Jhd. stammen -, aber das haben wir noch nie geschafft, dafür ist unser Aufenthalt meistens zu kurz. Insgesamt liegt alles nah beieinander und ist gut zu Fuß zu entdecken.

Uns verschlug es bei diesem Besuch auch wieder nach unten in den Grund, und dort machten wir dann die Entdeckung des Abends: die Brigitte. Nein, nicht Nielsen und auch nicht Bardot, sondern eine kleine Bar, die in ein leerstehendes und renovierungsbedürftiges Haus hineingebaut ist. Komplett zusammengeschraubt aus OSB-Platten ist die Brigitte ein Haus im Haus. Eine Zwischennutzung, eine  Pop-up-Bar, die nur so lange existiert, bis das Haus umgebaut wird. Genial!
(Richtig viele Infos zur “Brigitte” und auch sehr schöne Fotos findet ihr in dem Artikel “Brigitte – eine Pop-up Bar” auf dem Blog akihart.)

brigitte_lux

brigitte_lion_disco

brigitte_hallway

brigitte_innen

Soweit meine bescheidenen Tipps zu Luxemburg-Stadt.
Wart ihr auch schon einmal dort? Habt ihr noch weitere Tipps für mich? Denn unser nächster Besuch kommt bestimmt!

Das Meer, ach

Meer kurz vor dem Regen

Johannes hatte vor Kurzem auf seinem Blog zu einer Blogparade über das Meer aufgerufen. Selbstverständlich habe ich es nicht geschafft, in der vorgegebenen Zeit einen Beitrag zu schreiben. Aber gelesen habe ich einige der ungefähr vierzig Beiträge zur Blogparade. Und so oft musste ich beim Lesen zustimmend nicken, seufzen und schwärmen. So oft, dass meine Gedanken immer wieder zum Meer und zu dem, was ich mit ihm erlebt habe,  zurückkehren. Deshalb kommt nun mit reichlich Verspätung von mir auch noch ein Beitrag.

  • Der Ist-Zustand

Immer wenn wir überlegen, ein paar Tage wegzufahren oder auch nur einen Tagestrip zu machen, sage ich sofort: “Ich will ans Meer.” Egal ob nach Holland oder in den deutschen Norden, bis zur Nordsee sind es von hier aus ungefähr 2,5 Stunden. Eigentlich unglaublich, dass ich manchmal nur einmal im Jahr dort bin. In der Zwischenzeit fällt mindestens zweimal im Monat der Satz: “Wir müssen unbedingt mal wieder ans Meer fahren.”

  • Das erste Mal

Meine früheste Erinnerung ans Meer ist ein Urlaub, den ich mit meinen Eltern in Italien verbrachte. Ich muss so ungefähr vier Jahre alt gewesen sein und wir fuhren mit dem Auto nach Milano Marittima (ob der Ort stimmt, weiß ich nicht genau, es ist jedenfalls der Name, der in Familienrunden immer mal wieder fällt). Meine Erinnerung an diesen Urlaub besteht eigentlich aus nicht viel mehr als dieser Situation: Wir hatten eine aufblasbare rote Gummiente, in der ich wie in einem Boot saß. Mein Papa ist mit mir ins Wasser hinein; ich in der Ente, er daneben. (Wie übrigens später auch, als er mir das Fahrradfahren beigebracht hat.) Aber die Wellen, sie waren so hoch, dass ich Angst hatte. Vermutlich waren sie gar nicht hoch, aber für mich, ja, für mich waren sie riesig. Wasser schwappte über den niedrigen Entenrand, Tropfen spritzten mir ins Gesicht und ich bekam Angst. Aber mein Papa meinte, etwas weiter draußen sei das Meer viel ruhiger, wir müssten nur über die ersten Wellen hinauskommen. Ich kann mich nicht erinnern, ob ich mich direkt darauf einließ. Ich glaube, dass ich das anfangs nicht wollte. Aber irgendwann in diesem Urlaub sind wir dann doch weiter hinaus … und er hatte Recht. Wenn man erst einmal über diese kleinen gemeinen spritzenden Wellen hinaus ist, dann wird es ruhiger.

  • Schwimmen im Meer

Ich bin keine richtige Wasserratte. Schwimmen habe ich erst recht spät gelernt und bin auch nie über das Seepferdchen hinausgekommen. Ich hatte Angst vor dem Wasser. Vermutlich, weil meine Mama auch nicht so gut schwimmen kann. Sie bekommt Angst, wenn sie unter sich keinen Boden mehr spürt. Das hat wohl auf mich abgefärbt. Inzwischen kann ich ganz gut Brustschwimmen, Kraulen hingegen habe ich nie gelernt. Keine Ahnung, wie ich durch den Schulsport gekommen bin. (Aber Schulsport ist ein ganz eigenes Thema, zu dem man eigentlich mal Bloggen müsste.) Im Schwimmbecken fühle ich mich heute sehr wohl und Schwimmen macht mir als eine der wenigen Sportarten auch richtig Spaß. Beim Schwimmen im Meer verspüre ich hingegen immer ein wenig Unsicherheit. Zumindest wenn ich weiter draußen bin und das Meer sehr aufgewühlt ist. Trotzdem liebe ich es, vor allem, wenn richtig Wellen sind. Als ich ungefähr 14 Jahre alt war, waren wir auf Formentera im Urlaub und an einem Tag herrschte ein solcher Wellengang, dass es einem die Beine wegriss. Man musste sehr aufpassen und durfte nicht zu weit hineingehen, aber es machte einen Riesenspaß. Trotzdem verbringe ich manchmal sogar eine ganze Woche am Meer, ohne nur einmal darin gewesen zu sein. Das ist mir nicht so wichtig, viel wichtiger ist, es zu sehen, riechen, hören.

  • Der perfekte Zeitpunkt

Besonders mag ich das Meer zu Zeiten, wo die wenigsten Menschen am Strand sind: im Winter, bei schlechtem Wetter und im Dunkeln.
Winter: Wenn es so richtig kalt ist und man vom Wind sandgestrahlt wird, dann ist ein Strandspaziergang das Schönste, was es gibt. Einige Jahre bin ich mit Freunden immer im Dezember/Januar nach Texel in ein Ferienhaus gefahren und die Strandspaziergänge waren so großartig. Wir mussten uns so sehr einpacken, dass nur noch unsere Augen zu sehen waren; es war so stürmisch, dass der Wind eine feine Sandschicht über dem Boden vor sich her trieb. Und dann zogen wir unsere Schuhe und Strümpfe aus, krempelten die Hosen hoch und gingen ein Stück ins Meer. Das war der Wahnsinn; vor allem das Gefühl danach, wenn wir mit einem heißen Grog wieder vor dem Kamin saßen und langsam auftauten.

Schlechtes Wetter: Als wir in diesem Jahr auf der Heimfahrt aus dem Urlaub noch kurz für den üblichen letzten Gruß am Strand waren, zog gerade ein Gewitter auf (siehe Foto oben). Der Strand war wie leergefegt, denn die Wettervorhersage hatte es schon angekündigt. Wir standen auf der Düne und konnten sehen, wie der Regen an anderer Stelle schon herunterkommt. Gleichzeitig schien auf der anderen Seite noch die Sonne. Ein fabelhaftes Bild. In dem Moment, wenn es anfängt zu donnern und zu blitzen, werden Himmel und Meer eins. Diese beiden Urgewalten prallen aufeinander und es ist, als ob der eine den anderen aufpeitscht.

Dunkelheit: Natürlich war ich schon früher im Dunkeln am Meer, aber ich hatte einfach vergessen, wie sehr ich das mag. Eine laue Sommernacht im Dunkeln, der Mond strahlt und das Wasser bekommt so eine eigentümliche Farbe; die Gischt leuchtet irgendwie grünlich. Weiter draußen sieht man ein paar Lichtlein von vorbeifahrenden Schiffen und irgendwo macht der Leuchtturm seine beruhigende Arbeit. Ich könnte stundenlang im Sand sitzen und in die Dunkelheit starren, die gar nicht richtig dunkel ist. Und wenn ich dann über die Düne zurückgehe und einen letzten Blick zurück auf das Meer werfe, um “Tschüss” zu sagen, dann frage ich mich, ob es nachts auch wirklich da bleibt … oder ob der Meerwärter kommt, das Ganze zusammenklappt und sicher in einem Köfferchen verstaut, aus dem er es kurz vor den ersten Sonnenstrahlen wieder herausholt. Weiß ja keiner. Ist ja keiner mehr am Strand, um das zu überprüfen.

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Ein Frühstück mit Freunden – im MUDAM

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Unser inzwischen dritter Besuch in Luxemburg war zugleich der vierte Besuch im MUDAM, dem Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean. Dafür gab es dieses Mal sogar einen Grund neben der reinen Freude am Museumsbesuch: Wir waren vom Museum zu einem Brunch eingeladen! Für insgesamt 13 Personen! Unglaublich. Wie es dazu kam? Nun, da wir uns für keinen Spaß zu schade sind, machten wir dieses bekloppte Foto von uns und unserem mit MUDAM-eigener Deko bestückten Weihnachtsbaum und gewannen damit das vom Museum ausgerufene Gewinnspiel auf Facebook. Verrückt.

Die Freude über den Gewinn war natürlich groß, doch dann drängte sich die Frage auf: Wie um Himmels Willen sollen wir 11 weitere Personen dazu bringen, nur wegen eines Frühstücks (und uns) bis nach Luxemburg zu fahren? Charme allein reicht da leider nicht, aber jede Menge Schwärmerei von Luxemburg und dem MUDAM half dann doch ganz gut. Und was soll ich sagen: Wir haben es geschafft. Es waren zwar nicht 11 Freunde, aber immerhin 6. Ich finde, das ist ein ganz ordentliches Ergebnis. Da kann man nicht meckern.

An dieser Stelle nochmal allen lieben Freunden ein herzliches „Danke“, dass ihr den Spaß mitsamt Übernachtung mitgemacht habt! Ohne euch wäre das Ganze nur halb so schön gewesen!

So kam es also, dass wir acht Personen am vergangenen Wochenende ganz herzlich vom MUDAM begrüßt und zu einem leckeren Brunch eingeladen wurden. Außerdem konnte wir uns in aller Ruhe die Ausstellung und das Museum ansehen. Ein Rundum-sorglos-Paket quasi.

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Und wie immer, wenn ich dort bin, kann ich nur sagen: Das MUDAM ist einfach ganz großartig! Dass ich es so großartig finde, hat mehrere Gründe. Einer davon ist die Architektur. Dieses junge Museum (eröffnet 2006), das sich der zeitgenössischen Kunst verschrieben hat,  wurde von dem Architekten I.M. Pei unmittelbar hinter das Fort Thüngen auf dem Kirchberg-Plateau erbaut, von dem aus man einen grandiosen Ausblick über Luxemburg-Stadt hat. Es steht auf dem Fundament der Außenmauern des Forts und greift so dessen Form auf. Daraus ergibt sich ein schöner Kontrast zwischen Alt und Neu, den man auch immer wieder sieht, wenn man durch die großen Glasfronten herausschaut. Es ergeben sich manchmal ganz überraschende Ein- und Ausblicke ins und aus dem Museum, das Innen wird mit dem Außen auf spannende Weise verbunden. Es macht einfach Spaß, das Museum von außen zu umwandern, hineinzugehen, die großen Räume und die Aussichten zu genießen. (Wer mehr über das Gebäude wissen möchte, kann hier weiterlesen.)

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Ein anderer Grund für meine Begeisterung sind die wunderbaren Ausstellungen zur zeitgenössischen Kunst. Eigentlich bin ich immer schwer begeistert von dem, was ich dort sehe. Selbst wenn ich den oder die Künstler vor meinem Besuch vielleicht nicht kannte, gehe ich immer total angeregt und voll mit interessanten Eindrücken nach Hause. Und um einige bekannte Namen zu nennen: Lutz & Guggisberg, Eija-Liisa Ahtila, Wim Delvoye, Ólafur Elíasson, Stephan Balkenhol … ach, und so viele andere.

Und nicht zuletzt muss ich auch noch die tollen Mitarbeiter erwähnen: Man wird immer sehr freundlich empfangen, alle sind ganz entspannt und außerdem bekommt man sehr kompetent Auskunft, wenn man Fragen zur ausgestellten Kunst hat. Ich finde, das ist nicht selbstverständlich. Das kenne ich auch ganz anders, vor allem in großen und bekannten Museen.

Hach, genug der Schwärmerei. Es bleibt mir nur noch eins zu tun:
Liebes MUDAM-Team, vielen Dank noch einmal, dass ihr uns so herzlich empfangen habt! Vielen Dank für die Einladung! Wir kommen sicher ganz bald wieder!

Mudam Luxembourg
3, Park Dräi Eechelen
L-1499 Luxembourg
www.mudam.lu

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Übrigens: Svens Bericht über den Ausflug, der ebenfalls sehr lesenswert ist, findet ihr hier: Klick!

(Und die Tipps, die wir sonst noch so von unserem Luxemburg-Trip mitgebracht haben, gibt es dann im nächsten Post.)

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“canale grande”
23.10.2013

GIF #10

balz

“Balz”
03.10.2013

GIF #9

vriendjes

“vriendjes”
03.10.2013

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