
Am vergangenen Wochenende (5., 6., 7. April) kamen laut Pressemitteilung rund 5.000 Besucher in die Bochumer Jahrhunderthalle zu den Messen Heldenmarkt – Messe für nachhaltigen Konsum und gut. – die messe, auf der sich insgesamt 120 Aussteller präsentierten. Die beiden Messen fanden erstmals im Verbund statt.
Während sich auf dem Heldenmarkt Aussteller aus den Bereichen Bio-Lebensmittel, grüne Mode, erneuerbare Energien und alternative Mobilität präsentierten, hatte die gut. nachhaltiges Design zum Thema.
Eine Messe, die Aussteller mit nachhaltigen Ideen, ressourcenschonenden und recycelten Produkten sowie grünes Design präsentiert? Das klingt gut, da muss ich hin, schließlich bin ich auch (mal mehr und mal weniger) ‘ne alte „Ökotussi“, verwende Naturkosmetik, beziehe Ökostrom, kaufe Biolebensmittel, wasche meine Haare mit Erde, gehe zum Naturfriseur und baue seit Neuestem sogar Gemüse an. Einiges davon mache ich schon lange, anderes ist noch neu, vieles andere steht noch auf meiner To-do-Liste. Aber immerhin: Es ist ein Anfang, um ein wenig nachhaltiger zu leben.
Also los: Freitag nachmittag packe ich die Gelegenheit beim Schopfe und mache mich in Begleitung von Sven auf nach Bochum in die Jahrhunderthalle.
Dass es sich bei der Veranstaltung um zwei Messen handelte, hätte ich nicht unbedingt gemerkt, wenn ich es nicht vorher gelesen hätte. Anders, als in diesem Artikel von labkultur.TV beschrieben ist, konnte ich nicht wahrnehmen, dass es auf der Seite des Heldenmarktes verkniffener, ernster und ideologischer zuging. Ganz im Gegenteil: Wir hatten eine Menge Spaß, was man auf den weiter unten folgenden Fotos sicher auch erkennen kann.
Apropos Bilder: Gleich am Eingang der Messe bekam ich von Olympus eine neue Kamera (OM-D) in die Hand gedrückt, mit der ich nach Lust und Laune vor Ort Fotos machen konnte und die Speicherkarte durfte ich am Ende behalten. Eigentlich eine wirklich nette Werbeaktion, die mir das ein oder andere schöne Foto bescherte. Allerdings konnte uns die Fotoqualität im Nachhinein nicht so ganz überzeugen und was die Aktion mit dem Thema der Messe zu tun hatte, leuchtet mir auch nicht recht ein.
Aber zurück zum Spaß: Den hatten wir vor allem an dem Stand von Globe Hope. Die finnische Firma produziert seit 10 Jahren Kleidung und Accessoires aus Militärtextilien (wie alten Armeedecken, -jacken und -zelten usw.), Segeln, Vintagestoffen, Werbebannern und sogar Sicherheitsgurten. (Hier gibt es eine Übersicht über die Materialien.) Die Sachen sind toll! Mit vielen Originaldetails verziert kommen sie daher und sind sehr tragbar. Die Verkäuferin hatte an uns vermutlich ähnlich viel Spaß, und am Ende ist es eine Jacke für Sven geworden. Ich schmachte seitdem die ganze Zeit den Onlineshop an und hoffe, dass mir irgendwer einen dicken Gutschein schenkt, damit ich mir das, das oder das leisten kann. Ich habe mich ein wenig verliebt … in die Kleidung und in den finnischen Akzent, mit dem die nette Verkäuferin Englisch spricht.




Weiter ging unser Spaß schließlich am Stand von Lammsbräu – natürlich, denn ein Bierchen geht immer. Mit ihrem leckeren Dinkelbier haben sie mich ja schon lange gekriegt *hicks*, darauf steh ich total. Hier haben wir uns dann noch ein paar andere Sorten schmecken lassen und gleich noch ein Sixpack für die Abengestaltung mitgenommen.

Sympathisch waren auch die beiden Damen am Lichblick-Stand, die uns eigentlich zu einem Wechsel überreden wollten. Als sie erfuhren, dass wir schon bei Naturstrom sind, fanden sie das auch schon super und wollten uns da nicht weiter überzeugen. Sehr angenehm.
Was es sonst noch gab? Von allem etwas: So beispielsweise Schmuck aus Fahrradschläuchen, vegane Naschereien, den NABU, Bio-Essen, Lastenfahrräder, Kosmetika aus Hanf und ziemlich coole Möbelstücke am Stand von Zweitsinn und der Welt der kleinen Wünsche wie das Sofa aus Pappe, das man zieharmonikaartig für bis zu 16 Personen auseinanderziehen kann.
Es gab noch so viel mehr zu entdecken, zu probieren und über das es nachzudenken lohnt, das kann man nun gar nicht alles aufführen. Die Liste der Aussteller gibt es auf den Websites vom Heldenmarkt und von der gut. Dort finden sich auch die nächsten Messetermine.
Insgesamt fand ich die Mischung der Angebote sehr ansprechend, sowohl für “alte Ökohasen” wie auch für interessierte Neulinge. Mein Fazit: Es gibt viel zu tun – helft alle mit!
In diesem Sinne: Her mit den Helden!
Jetzt aber, Fotokram:









Fotos: Sven Piayda (und ich)