Zeiträuber

Die Suche nach einer Lösung für dieses Problem raubt leider so viel Kraft, Energie und Zeit, dass hier alles andere lahm liegt … auch der Blog. Eine wirklich unschöne Situation, die hoffentlich bald ein Ende findet. Denn: So langsam bewegt sich was, ich mag nur noch nicht laut darüber sprechen, sonst geht es am Ende doch noch schief.

Hier meine Erkenntnisse aus unserer Wohnungs-/Haussuche:

1. Immobilienmakler sind genau die unangenehme Spezies Mensch, für die ich sie immer gehalten habe. Kommen auf meiner Beliebtheitsskala gleich nach den Versicherungsvertretern. Wir werden niemals Freunde.

2. Internetportale zur Immobiliensuche enthalten nur noch den ganzen (pardon) Scheiß, den sonst keiner haben will. Allen voran das Portal mit der Zahl, die schon Jack Bauer in die Verzweiflung trieb. Sollte doch mal was Gescheites drinstehen, so muss man eigentlich in der Sekunde, in der die Anzeige eingestellt wird, den Mietvertrag unterschreiben.
Wie das geht? Keine Ahnung, sollte man mal Jack Bauer fragen.

3. Vierzimmerwohnungen sind absolut rar gesät. Oder unbezahlbar. Oder beides.
Und dementsprechend auch sehr gefragt.

4. Hauspreise sind meistens sehr unangemessen, es gibt aber leider immer jemanden, der sie bezahlt. Man kann sie hiermit (klick) vergleichen, dann weiß man wenigstens, dass man zuviel bezahlt.

5. Ein Haus in einer echt guten Wohnlage mit einem großen Grundstück zu einem hinnehmbaren Preis, das noch nicht weggekauft ist, hat einen Haken. Ganz bestimmt. Hat es keinen Haken, dann hat es garantiert einen.

6. Fertighäuser aus den 70er-Jahren enthalten Asbest, PCP, Formaldehyd usw.
Mit ziemlicher Sicherheit. Man kann sie natürlich sanieren/abreißen.

7. Durchhalten! Was mit Abstand das schwerste ist – absolut.

Eine Ausnahme zu Punkt 1 bildet lediglich die Immobilienberaterin der hiesigen Sparkasse, das muss ich noch anmerken. Sie ist tatsächlich die Einzige, die einen ordentlichen Job macht; immer freundlich, gut vorbereitet, kompetente Antworten parat und meldet sich auch immer mit neuen Angeboten. Aber: Sie ist die einzige ihrer Art!

Vielleicht heuere ich für die anderen einfach mal Jack Bauer an …

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5 Kommentare

  1. Ich hab eigentlich ganz gute Erfahrung mit Maklern und besagtem Portal gemacht, mit wenigen Ausnahmen (ein Makler in Mülheim a.d. Ruhr ging gar nicht). Aber vielleicht hatten wir auch andere, wenig konkrete Vorstellungen, dann ist es natürlich auch einfacher.

    Letztlich ist es dann auch eine Wohnung ohne Makler geworden, das war Zufall, es war einfach die schönste.

    Antwort
    • Interessant ist, dass am Ende die meisten Leute, die ich kenne, etwas ohne Makler finden … durch Glück, Zufall oder Beziehungen.
      Wir haben inzwischen auch was gefunden, am Freitag unterschreiben wir den Vertrag – aber natürlich auch ohne Makler. Und wenn ich jetzt noch manchmal in das Portal hineinschaue, so finde ich darin die ganzen Angebote, die auch schon vor 3 oder 4 Monaten drin standen. Ist schon bezeichnend.
      Ja, unsere Vorstellungen waren vielleicht dann doch etwas konkret 🙂 Ich fand sie immer ganz realistisch und nachvollziehbar 😉

    • Also, unsere aktuelle Wohnung haben wir schon über besagtes Portal gefunden, hat uns sofort zugesagt und war halt ohne Makler direkt vom Verkäufer. Wir hatten aber auch zwei, drei in der engeren Auswahl, die mit Makler gewesen wären, da waren die entsprechenden Makler auch ausreichend nett.

      Der in Mülheim konnte überhaupt nicht mit Kritik umgehen. Da haben wir uns eine echt schöne Altbauwohnung angeguckt, aber es gab halt ein paar Sachen, die doof waren. Die Küche zum Beispiel war echt eher so mittelschön, was ich dann auch ganz neutral angemerkt habe, wodrauf ich sofort mit einem „Ja, aber das war ja schon im Internet so zu sehen“ angepampt wurde. Und als wir mal die Durchlässigkeit der Türen (also wegen Schall und so) prüfen wollten und dabei gleich mal feststellten, dass die eine Tür nicht richtig zu ging, hieß es nur: „Also, *ich* würde ja sowieso das alles hier schön offen lassen.“ Da dachte ich nur, ja, schön, ist mir aber egal, was du machen würdest, lieber Makler, aber ich will meine Türen vielleicht auch mal zu machen können. Das waren echt nur kleine Makel, über die wir locker hinwegsehen hätten können, aber die Wohnung war erstens aus anderen Gründen nichts für uns und zweitens fanden wir den Makler beide so ätzend, dass es schon aus dem Grund nichts geworden wäre.

      Eine andere Wohnung in Essen war auch echt schön und passend für uns, da wohnten aber noch Leute drin, die auch relativ explizit sagten, dass sie sich noch nichts neues gesucht hätten und damit auch erst anfangen würden, wenn ihnen gekündigt würde (bei Besitzerwechsel dann eben wegen Eigenbedarf). Da tat mir die Maklerin richtig leid, die wirkte auch schon leicht angenervt deswegen, weil es natürlich superdoof ist, eine Wohnung zu verkaufen, in der noch Mieter leben, wenn die meisten Leute da gerne selber einziehen würden.

      Gott sei Dank haben wir nie unter Zeitstress gesucht, das macht dann vielleicht doch einen Unterschied und man kann sehr viel entspannter an die Sache rangehen.

    • Genau so, wie du es bei dem einen beschreibst, waren leider alle unsere Makler. Einer schlimmer als der andere. Ich weiß gar nicht, auf wievielen Interessentenlisten wir uns haben eintragen lassen – und nicht ein einziger hat sich anschließend bei uns gemeldet. Weder bzgl. einer Mietwohnung noch eines Hauskaufs. Und das, obwohl sie alle dann wieder kurz darauf Inserate geschaltet haben, die zu uns gepasst hätten. Und wenn man anruft, kommt die Aussage, die Wohnung sei schon weg, schließlich hätten sie ja Listen mit Interessenten, die würden sie erst mal abarbeiten. Hä? Da komm ich mir doch ziemlich verarscht vor. Und dann sehe ich eben immer das viele Geld, was sie von mir bekommen, und frage mich, wofür denn eigentlich.
      Aber das soll ja hier keine Hasstirade auf Makler werden. Ist eben meine ganz persönliche Erfahrung. Und die Sparkassenmaklerin war wirklich toll … das reißt es für die anderen wieder ein wenig raus 🙂

  1. Ankündigung: EGGXPO 2012 «

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