Ich sehe was, was du nicht siehst, und das ist … digitanaloptisch!

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Vom 14.09.2013 bis zum 12.10.2013 findet der 3. Schaufensterwettbewerb in Mülheim/Ruhr statt, bei dem Einzelhändler mit Kreativen und Künstlern aller Sparten zusammenarbeiten. Für diesen Wettbewerb gestalte ich in Zusammenarbeit mit AESTATE das Schaufenster (und den Verkaufsraum) der Optik Ziesmann, Friedrichstraße 20.

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Unter dem Motto „Ich sehe was, was du nicht siehst, und das ist … digitanaloptisch!“ präsentieren wir Nadelmalereien, vektorbasierte Grafiken, goldene Tierplastiken und Videos. Die Arbeiten passen perfekt in das Schaufenster der Optik Ziesmann: Die präzise gestickten Nadelmalereien und die vektorbasierten Computerbilder spiegeln die Geradlinigkeit von Lichtstrahlen wider. Wo die Optikerin mit Linsen Lichtstrahlen bricht, durchsticht die Nadel den schwarzen Trägerstoff und es entstehen komplexe und aufwendige Werke.

Der Titel „digitanaloptisch“ spielt auf die drei unterschiedlichen Technologien an, die die drei Partner in der gemeinsamen Ausstellung zusammenbringen: AESTATEs digitale Computerproduktionen, die analoge Technik des Stickens und die optische Arbeit der Firma Ziesmann.

Zur Eröffnung am 14.09.2013 um 11 Uhr wird es einen Rundgang zu ausgewählten Schaufenstern geben. Treffpunkt ist vor dem Café Perfetto, Kohlenkamp 41. Jeder, der mag, ist dazu recht herzlich eingeladen.

Im Anschluss daran freue ich mich ab ca. 13 Uhr über Besucher in der Optik Ziesmann. Selbstverständlich kann man sich das Schaufenster auch außerhalb der Öffnungszeiten anschauen.

Schaufensterwettbewerb Müheim/Ruhr
14.09.2013 bis 12.10.2013
Optik Ziesmann
Friedrichstraße 20
45468 Mülheim/Ruhr

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(Fotos: Sven Piayda)

Blogger schenken Lesefreude – die Verlosung!

Blogger schenken LesefreudeEndlich ist es also soweit: Heute ist der Welttag des Buches – und um diesen gebührend zu feiern, verlosen insgesamt 1008 Blogger, Verlage, Autoren etc. die unterschiedlichsten Bücher. Wie toll ist das denn bitte?

Wie sich das für eine ordentliche Lektorin gehört, darf ich natürlich auch nicht fehlen im Reigen derjenigen, die ein Buch verlosen. Daher nun also aufgepasst *Trommelwirbel*:
Bei mir könnt ihr heute eine Ausgabe von Art Now! Vol. 3 aus dem TASCHEN Verlag gewinnen. Ein tolles und praktisches Buch zur zeitgenössischen Kunst mit ca. 133 Künstlerporträts. Bestens geeignet, um sich einen Überblick über die aktuelle Kunstszene zu verschaffen, zum gelegentlichen Drin-Blättern, Nachschlagen und gemütlichen Schmökern.

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Jetzt wollt ihr wissen, wie das geht, richtig?
Ganz einfach: Ihr hinterlasst mir hier unter dem Eintrag einfach einen Kommentar bis zum 29. April, 24 Uhr. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir verratet, ob ihr einen Lieblingskünstler habt und wenn ja, wer das ist. Am 30.4. werde ich dann den glücklichen Gewinner auslosen.

So, und wenn ihr jetzt sagt: „Ach nee, Kunst, das ist mir ja nix“, dann findet ihr hier die Liste mit allen teilnehmenden Blogs und den zugehörigen Büchern. Ich bin mir sicher, dass für jeden was Feines dabei ist. Für diese Liste und die ganze Mühe auch nochmal vielen herzlichen Dank an die beiden Organisatorinnen Christina von pudelmuetzes-buecherwelten.de und Dagmar alias geschichtenagentin.blogspot.de!

Und nun aber ab in die Kommentare mit euch!

(Kleiner Nachtrag: Bitte kommentiert mit einer gültigen E-Mail-Adresse, damit ich euch später kontaktieren kann, falls ihr gewonnen habt. Keine Sorge, die Adresse wird nicht mit veröffentlicht!)

EGGXPO 2013

Einladung EGGXPO

Osterzeit = EGGXPO-Zeit

Auch in diesem Jahr heißt es wieder: Osterzeit = EGGXPO-Zeit!
Zum nunmehr 7. Mal lädt die EGGXPO ein zu Kunst und Aktion am Osterwochenende von 14 bis 19 Uhr in die Atelier- und Galerieräume des Mülheimer Künstlers Kuno Lange.

14 Künstler aus dem Ruhrgebiet präsentieren in einer gemeinsamen Kunstausstellung Arbeiten unterschiedlichster Genres: Malerei, Bildhauerei, Objektkunst, Grafik, Fotografie und Multimedia.

Wie gewohnt wird die gemütliche und anregende Atmosphäre des Ausstellungsortes ergänzt durch ein abwechslungsreiches Programm, das die Freunde aller Künste anspricht: von den Raku-Aktionen „open air“ bis hin zu der bereits legendären Kunstverlosung von Unikaten der Künstler sowohl am Samstag als auch am Sonntag. (Ich habe selbst vor einigen Jahren ein ganz großartiges Kunstwerk von Claudia Buch gewonnen, es lohnt sich also!)

Auch in diesem Jahr können in einer Online-Kunstauktion noch bis zum 28. März Arbeiten der teilnehmenden Künstler vorab erworben werden! Die Onlineauktion findet ihr hier: Kunstauktion.

Und das besondere Thema in diesem Jahr – der Osterhai kommt!

Teilnehmende Künstler sind:

Christina Böckler, Annette Brunöhler, Peter Helmke, Klaus Jost, Jott Kaa, Kelbassa’s Panoptikum (Detlef Kelbassa + Corinna Kuhn), Janet Kempken, Evangelos Koukouwitakis, Kuno Lange, Alexander Ray, Jochen Schweizer, Wolfgang van Triel, Georg Weber.

30. März 2013:
15 Uhr  Raku-Aktion (Open-air-Keramikbrand)
17 Uhr  Kunstverlosung

31. März 2013:
15 Uhr  Raku-Aktion (Open-air-Keramikbrand)
17 Uhr  Kunstverlosung

An beiden Tagen: Osterhai-Druck-Aktion

Alle Infos sind entweder unter www.eggxpo.de oder bei Facebook zu finden.

Also lautet die Devise wie im letzten Jahr: hingehen, tolle Kunst gucken, kaufen und im besten Falle sogar bei der Verlosung gewinnen!

Mittendrin statt nur dabei

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Als hätten wir uns heimlich in eines seiner Bilder geschlichen, stehen wir auf der Ausstellungseröffnung von Matthias Tränkle und schauen uns um. Das Gebäude, in dem sich die Galerie Clowns & Pferde befindet, könnte gut auf einem seiner Fotos zu finden sein. Ich suche nach dem Haus und finde stattdessen einige andere, die ich kenne und die sich in unmittelbarer Nähe befinden. Essen-Frohnhausen, wie man es kennt. Dort vorne, ist das nicht die schäbige Bretterwand gegenüber vom Gyros-Grill?

3 Stunden ans Meer, 4 Stunden nach Paris: Essen – eine Stadt.

Eine eigentümliche Heimeligkeit empfinde ich beim Betrachten seiner Bilder, die nicht die schönsten Ecken Essens zeigen. Bilder von grauen, tristen Hausfronten wechseln sich ab mit solchen von Hinterhöfen und längst verlassenen Schaufenstern, über denen alte Leuchtreklamen ihren Dienst schon aufgegeben haben. Viel Beton, wenig Grün, einige Autos, kaum Menschen. Hier und da ein grüner Busch im Sonnenlicht, dazwischen eine einzelne Kirmesbude.  Was mag man beim Betrachten denken, wenn man nicht hier lebt? Klischee erfüllt? Und was mögen diejenigen denken, die hier leben und die mit jedem Bild, das sie bei Facebook posten, versuchen, die schönsten/grünsten/buntesten Seiten des Ruhrpotts zu zeigen? Auch ich versuche das oft, als müsste ich mich schützend vor ein kleines Kind stellen, das ungerecht behandelt wird. Dabei mag ich Essen und den Ruhrpott so, wie sie sind; unverstellt, ehrlich und ungeschminkt; so, wie hier gezeigt. Das Gefühl von Heimat.

Während sich dieses Gefühl bei einem Glas Wein noch verstärkt, bemerke ich, dass die Arbeit „Territory & Time“ von Bianca Wickinghoff und Oscar Ledesma im anderen Raum das komplette Gegenteil darstellt. Die Erde in all ihrer anonymen, leuchtenden Schönheit bildet einen starken Kontrast zu den kleinformatigen Fotos von Matthias Tränkle. Schmunzeln muss ich, als mir spontan Grobi einfällt, der blaue Zottel, wie er mir hin- und herlaufend den Unterschied zwischen „nah“ und „fern“ erklärt: „Jetzt bin ich hier in Essen, also bin ich nah“, … hechel, hechel … „und jetzt bin ich hier oben und schaue auf die Erde herab, also bin ich fern“ … hechel, hechel … Und ich bin mitten in Essen in der Galerie Clowns & Pferde, also bin ich nah. So nah, als wäre ich heimlich ins Bild geschlichen …

Die Ausstellung „3 Stunden ans Meer, 4 Stunden nach Paris: Essen – eine Stadt.“ von Matthias Tränkle läuft noch bis 15. März in der Galerie Clowns & Pferde, Frankfurter Straße 33, 45145 Essen.
Öffnungszeiten: Mi., Fr., Sa. von 18:00 bis 20:00 und nach Vereinbarung

Ankündigungen

Ankündigung Nr. 1: Hier wird in Zukunft wieder mehr gebloggt.

Ankündigung Nr. 2: Ab 8.12.2012 findet in der galerie143 in Dortmund zum dritten Mal die Offene Galerie statt. Kunsthistorikerin Simone Czech präsentiert bis zum 2.2.2013 aktuelle Arbeiten junger Künstler aus den unterschiedlichsten Disziplinen. Und eine meiner Nadelmalereien wird auch dort zu sehen sein! Unglaublich. (Hier findet sich das einzige Foto von mir und meiner Arbeit.) Ausstellungseröffnung ist am 8.12. um 18 Uhr in der Rheinischen Straße 143 in Dortmund. Ick freu mir!

Ankündigung Nr. 3: Weihnachten steht vor der Tür.

„Folge dem weißen Kaninchen“ … zur C.A.R.

Manchmal bin ich der Partykapitän … Wobei die Definition von „Party“ nicht unbedingt der landläufigen Definition entspricht; meistens geht’s bei uns um Kunst. Und in dieser Funktion organisiere ich dann auf merkwürdigen Wegen Zugänge zu lustigen Veranstaltungen.
So verhalf mir meine ungeschlagene Recherchefähigkeit zu V.I.P.-Tickets für die Vernissage der C.A.R. (contemporary art ruhr) letztes Wochenende auf Zollverein inkl. Katalog! Und da ich ja momentan (wie hier schon berichtet) kaum aus meinen kleinen roten Augen blicken kann, war das Motto für Sven an diesem Abend klar: … „follow the white rabbit“.

Die C.A.R. findet seit 2006 zweimal im Jahr statt: einmal im Frühjahr als Medienkunstmesse und im Herbst als „innovative Kunstmesse“, wie sie sich selbst bezeichnet. Letztes Wochenende also Medienkunstmesse; bisher war ich immer nur bei der Herbstausgabe. Und weil die immer im SANAA-Gebäude und drumherum stattfindet, standen wir am Freitag zunächst ziemlich verloren auf dem Zollvereingelände rum. Keiner da. Erst nach einem kurzen Telefonat war klar: Wir müssen zur Mischanlage.

Die Mischanlage als Veranstaltungsort war mir noch neu, deswegen war ich an dem Abend wohl auch mehr von den Räumlichkeiten als von den Kunstwerken beeindruckt. Denn nach dem Treppenaufgang in die Trichterebene (noch hell erleuchtet) folgt eine Treppe in die sogenannte Bunkerebene. In dieser stand ich plötzlich im Dunkeln. Alles wummerte und dröhnte, ich schwankte oder war’s die Treppe? Vielleicht lag’s auch am Sekt, den ich gerade getrunken hatte, jedenfalls musste ich die Treppe weiter hinauf. Ob der TÜV sowas genehmigt?

Für einen kurzen Moment erinnerte ich mich an „END“ von Gregor Schneider, das ich 2008 in Mönchengladbach  besucht hatte. Dort hatte ich mich in einen riesigen schwarzen Schlund getraut, der absolut nicht ein winziges bisschen Licht herein ließ und mich in völliger Dunkelheit in einen Keller mit Räumen aus dem „Toten Haus u r“ führte … übrigens war ich dabei auch noch allein, denn es wurde immer nur eine Person einzeln hineingelassen. Das Ganze war eine solch einschneidende Erfahrung, dass ich mich noch heute darüber wundere, das freiwillig gemacht zu haben.

Zurück zur C.A.R.: Auch wenn es nicht so dunkel war wie bei END, sind die Treppen in der Bunkerebene im Dunkeln etwas unheimlich. Die riesigen Trichter öffnen sich überall nach unten und man kann gar nicht anders, als ständig hineinzublicken, Fotos zu machen und eine gehörige Portion Respekt zu empfinden vor diesem Ort und den Menschen, die hier früher gearbeitet haben.

Ganz oben angekommen, gab der Ruhrpott nochmal alles und belohnte uns mit einem fantastischen Sonnenuntergang.

Ach ja, wir waren ja eigentlich wegen der Kunst hier. Also wieder runter in die Trichterebene.

Die Entdeckungen des Abends (neben allen anderen guten Künstlern) waren:

Und weil Selbermachen natürlich am meisten Spaß macht, habe mich nicht lumpen lassen und bei Steffen Hartwig einen ganzen Euro investiert: „Der Zeichner“  ist eine Maschine, die verschiedene mathematische Graphen zeichnet. Der Betrachter kann den Weg des Stiftes durch den eigenen elektrischen Widerstand beeinflussen und somit sein ganz eigenes und einzigartiges Kunstwerk erschaffen. Tadaaa:

Und was machen wir morgen?

Ankündigung: EGGXPO 2012

Osterzeit = EGGXPO-Zeit

Letztes Jahr war ich selbst eine der ausstellenden Künstler bei der alljährlich stattfindenden EGGXPO, dieses Jahr werde ich wohl nur Besucher sein, da momentan meine Kreativität ziemlich auf Eis liegt (aus den bekannten Gründen). Trotzdem kein Grund, Trübsal zu blasen!
Die Devise lautet: hingehen, tolle Kunst gucken und im besten Falle sogar Kunst bei der Verlosung gewinnen.

Am 7. und 8. April von 14 bis 19 Uhr öffnet Kuno Lange wieder die Pforten seines Ateliers in der Tinkrathstraße 60, Mülheim und zeigt gemeinsam mit 14 befreundeten Künstlern seine Arbeiten – die Bandbreite erstreckt sich von Malerei über Grafik, Plastik und Objekte bis hin zu den „neuen Medien“. Raku-Aktionen und die schon legendäre Kunstverlosung runden das Veranstaltungswochenende wieder ab.

Teilnehmende Künstler sind:

Christina Böckler, Annette Brunöhler, Peter Helmke, Klaus Jost, Jott Kaa, Kelbassas Panoptikum (Detlef Kelbassa + Corinna Kuhn), Janet Kempken, Evangelos Koukouwitakis, Kuno Lange, Alexander Ray, Jochen Schweizer, Wolfgang von Triel, Georg Weber.

Auch in diesem Jahr gibt es wieder die Möglichkeit, im Vorhinein ein „Schätzchen“ zu erwerben – unter dem folgenden Link findet noch bis zum 5.4. eine Online-Kunstauktion statt: Kunstauktion.

Das Programm und alle Infos sind entweder unter www.eggxpo.de oder bei Facebook zu finden.

Also: Kommt in Scharen, genießt das hoffentlich schöne Wetter in dem tollen waldähnlichen Garten und kauft jede Menge Kunst!

Verspäteter Rückblick: 11 aus 2011

Ricarda von 23qm Stil hat schon vor einiger Zeit Blogger dazu aufgerufen, ihre liebsten 11 Bilder aus 2011 zu posten. Diesem Aufruf möchte ich noch mit einiger Verspätung folgen, allerdings in etwas abgewandelter Form. Da ich erst in diesem Jahr angefangen habe zu bloggen, gibt mein Fotoverzeichnis noch nicht so viele tolle Bilder her; stattdessen gebe ich lieber einen kurzen Überblick über meine 11 liebsten in diesem Jahr besuchten Museen im Kurzformat – sortiert nach Beliebtheit :-).

Here we go:

1.

Platz Eins belegt ganz klar das MUDAM in Luxemburg! Idyllisch gelegen auf dem Kirchberg-Plateau neben dem Fort Thüngen bietet es einen grandiosen Ausblick. Dieses Museum gibt es erst seit fünfeinhalb Jahren, aber es steht schon jetzt für außergewöhnliche Ausstellungen zur zeitgenössischen Kunst. Neben vielen anderen Ausstellungen dieses Jahr dort gesehen und für großartig befunden: Out-of-Sync.

2.

Ganz knapp den ersten Platz verfehlt hat das Museum Boijmans Van Beuningen in Rotterdam. Eine fulminante Sammlung quer durch die Epochen wird komplettiert von ebenfalls zeitgenössischen Arbeiten, die es in sich haben. Am genialsten sind die Ausstellungen, die im Rotterdamer Hafen stattfinden, zu denen man erst einmal mit dem Wasserbus hinfahren muss. Dieses Jahr gesehen und am meisten beeindruckt: Elmgreen & Dragset, woher auch das Foto oben stammt.

3.

Ach, wie gerne fahren wir in den holländischen Nationalpark De Hoge Veluwe in Arnheim, nur um mit den „Witte Fietsen“ durch die wunderbare Landschaft zu brausen und den Ausflug mit einem Besuch des Kröller-Müller Museums zu krönen. Dieses Museum besticht durch seine Architektur, durch die sich Kunst und Natur auf eine sehr schöne Weise verbinden. Neben zeitgenössischen Wechselausstellungen beherbergt das Museum die zweitgrößte Van-Gogh-Sammlung der Welt nach Amsterdam.

4.

Begonnen hat mein Museumsjahr 2011 mit einem Besuch der Museen Haus Lange/Haus Esters in Krefeld. Entworfen von Mies van der Rohe zu einem relativ frühen Zeitpunkt seiner Schaffenszeit kann man in diesen ehemaligen Wohnhäusern schon spüren, was es mit seiner Idee der fließenden Räume auf sich hat. Für mich unvergessen (wenn auch nicht in diesem Jahr gesehen) ist die Ausstellung von Blaise Drummond, die sich so unglaublich gut in den bauhausschen Räumen präsentierte.

5.
Ganz neu entdeckt in den letzten Tagen des Jahres habe ich das Museum van Bommel van Dam in Venlo. Man kann also nicht nur zum Shoppen nach Venlo fahren, nein, es gibt dort auch ein ganz hübsches kleines Museum mit ausgewählten Arbeiten der niederländischen zeitgenössischen Kunst. Sehr empfehlenswert!

6.
Ebenfalls in den Niederlanden, genauer in Maastricht, liegt das Bonnefantenmuseum. Auch hier findet man sich in einer spannenden Architektur wieder; erbaut wurde das Gebäude von Aldo Rossi. Neben der Sammlung alter Kunst präsentiert das Museum zeitgenössische internationale Arbeiten bekannter Künstler wie Sol LeWitt, Richard Serra, Luc Tuymans, Bruce Naumann oder Gilbert & George.

7.
Damit auch mein liebes Ruhrgebiet nicht zu kurz kommt, findet sich auf Platz sieben die Ludwig Galerie Schloss Oberhausen. Hier konnte ich dieses Jahr nicht nur bei der Vernissage zur Roy-Lichtenstein-Ausstellung eine kleine Privatführung ergattern, sondern durfte am Glück meines Lieblingsmenschen teilhaben, der in 2011 dort seine Arbeit Roses (after Richter) präsentieren durfte.

8.

Das Casino Luxembourg liegt (anders als das MUDAM) direkt mitten in der Luxemburger Innenstadt. Ein kleines, aber feines Museum mit vielfältigen Ausstellungen zur jungen zeitgenössischen Kunst. Mit einem kleinen Hüpfer über die Straße ist man gleich an einem schönen Aussichtspunkt, von dem aus man den obigen herrlichen Blick genießen kann.

9.
Wenn man im Ruhrgebiet wohnt, darf  das Museum Folkwang natürlich nicht fehlen. Auch in diesem Jahr war ich hier mehrfach zu Besuch zu den unterschiedlichsten Ausstellungen. Sehr empfehlenswert sind die Videoscreenings, bei denen aktuelle junge Videokünstler vorgestellt werden. Ich will aber nicht unerwähnt lassen, dass ich nicht so begeistert bin von dem neuen Gebäude. Ich mochte das alte lieber.

10.
Die ganz großartige Jeff-Wall-Ausstellung „The Crooked Path“ konnte ich mir im BOZAR in Brüssel ansehen. Die Bilder waren sehr beeindruckend und die elektronische Führung aufschlussreich. Auf Platz 10 gelandet ist nicht die Ausstellung, sondern leider das Museum, denn arschkalte Räume und fehlende Kennzeichnung von Kunstwerken machten es uns etwas schwer, dieses Museum in unser Herz zu schließen. Aber wir kommen bestimmt trotzdem noch mal wieder.

11.
Und ebenfalls im Ruhrpott, genauer im Dortmunder U, findet man den Hartware MedienKunstVerein, in dem ich mir die Ausstellung zum Japan Media Arts Festival angeschaut habe.

Und somit ist ein abwechslungsreiches Museumsjahr zu Ende gegangen … ich bin gespannt, was 2012 auf mich/uns wartet! Ein gesundes, spannendes und aufregendes neues Jahr wünsche ich!

Nach der Reise ist vor der Reise

Bevor wir morgen direkt wieder weg sind ans Meer (!), hier noch ein kleiner Bericht über unseren Kurztrip nach Luxemburg.

Wie schon im März war es auch diesmal wieder richtig super! Bei netten Leuten in einem fremden Land zu übernachten und dann noch ein Rundum-sorglos-Paket inklusive kostenlosem Kulturprogramm zu erhalten, ist einfach grandios. Vielen Dank nochmal dafür!

Und dieses Mal waren wir gleich zweimal (!) im MUDAM, einem der schönsten, interessantesten und besucherfreundlichsten zeitgenössischen Museen, die ich kenne. Aber dazu in einem anderen Post demnächst etwas mehr.

Außerdem noch erlebt:

  • Schmetterlinge geguckt in Grevenmacher
  • kostenlosem Konzert von Kira Kira aus Island gelauscht (sehr zu empfehlen)
  • Sushi vom Band gegessen in Trier (auch sehr zu empfehlen)
  • bei der Entstehung des „Renert Trios“ (Lo-Fi Post-Jazz) und ihres ersten Releases „Butterfly Terror“ zugeschaut, zugehört und Fotos gemacht (natürlich total empfehlenswert)

Kann man noch mehr an nur einem Wochenende erleben?

Ruhrpottfossilien

Ruhrpottfossilien

Diese wunderbaren Ruhrpottfossilien nenne ich seit Kurzem mein Eigen, gekauft bei Kelbassa’s Panoptikum.

Lasst euch entführen in eine wundersame Welt der biomorphen Phänomene, in eine Kunst- und Wunderkammer des 21. Jahrhunderts, in der es allerlei Kuriositäten zu bestaunen gibt. Immer geht es dabei um das Verhältnis zwischen Kunst, Natur und Mensch. Und nicht nur bei den Artefakten aus dem Ruhrtal stellt sich die Frage, was ist echt, was nicht? Was ist Realität, was Fiktion? Und ist es eigentlich so wichtig, dass man den Unterschied erkennt?

Ein großartiges Kunstprojekt!


[Foto: Kelbassa’s Panoptikum]

Zu sehen – und natürlich auch zu kaufen – gibt es die wundersamen Kunstobjekte noch dieses und nächstes Wochenende bei „Kunst draußen“ in Hennef:
10.07. von 13–19 Uhr
16.07. von 15–19 Uhr
17.07. von 13–19 Uhr
Adresse: Scheurengarten 8, 53773 Hennef, Stadt Blankenberg

Außerdem auch bei „Fine Arts„, einem Kunsthandwerkermarkt, am 27. und 28. August von 10–18 Uhr im Schloss Lembeck.

Und wer keine Zeit hat, sich auf den Märkten umzuschauen, dem sei der DaWanda-Shop von Kelbassa’s Panoptikum empfohlen.

Lasst euch verzaubern!

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