Foto der Woche: #3

Ententeich bei mir umme Ecke, 18.01.2014

Ententeich bei mir umme Ecke, 18.01.2014

(Mein Beitrag zum Foto der Woche von Fee und Juli.)

Foto der Woche: #1

Aussicht vom Bismarckturm in MH über die Saarner Ruhrauen, 5.1.2014

Aussicht vom Bismarckturm in MH über die Saarner Ruhrauen, 5.1.2014

(Juli und Fee haben mal wieder was Feines zusammen ausgeheckt: das Foto der Woche. Eine schöne Idee, an der ich mich gerne beteilige.)

Luxemburg-Tipps

Flagge Luxemburgs

Wie immer hat viel zu schnell ein neues Jahr begonnen, sodass unser letzter Ausflug nach Luxemburg schon wieder eine ganze Weile her ist. Trotzdem muss ich unbedingt noch ein paar Ausflugstipps für diese interessante Stadt nachschieben.

Der eigentliche Grund für unseren Ausflug im Oktober war ja das Brunch im MUDAM am Sonntag, aber selbstverständlich sind wir schon am Samstag angereist, um mal wieder ein wenig durch die Stadt zu streifen. Besonders gern mag ich solche Kurztrips, wenn ich in eine Stadt zurückkehre, in der ich schon ein paar Mal war: Dann kenne ich mich schon ein wenig aus und alles fühlt sich schon fast vertraut an. Nach dem zweiten oder dritten Besuch hat man auch schon einen kleinen Überblick, kennt ein paar Wege und weiß in etwa, wo man gerne hinmöchte.

In Luxemburg-Stadt führt uns unser erster Weg eigentlich meistens zum Place de la Constitution. Es ist ein typischer Touristenaussichtspunkt, an dem es auch meistens voller Leute ist – was mir eigentlich gar nicht so liegt. Aber trotzdem kommen wir immer gerne hierher, denn den grandiosen Blick auf die Pont Adolphe, die Passerelle-Brücke und über das Petrusse-Tal wollen wir uns nicht entgehen lassen. Gerade wenn die Sonne an einem solch schönen Herbsttag alles gibt. Wenn man dann genug geguckt und Fotos gemacht hat, kann man hervorragend zu einem Spaziergang die paar Stufen ins Petrusse-Tal hinabsteigen, denn im Gegensatz zu dem Platz oben ist unten im Tal meistens nicht viel los.

adolphebrücke

Pont Adolphe

Passerelle

Passerelle

Petrusse-Tal

Petrusse-Tal

Packt einen nach dem Spaziergang der kleine Hunger, so springt man einfach über die Hauptstraße (Boulevard Franklin Delano Roosevelt) und geht in die Rue Chimay hinein, dort findet man das Lokal „À la soupe„, das ich nur wärmstens empfehlen kann. Ganz vorzügliche Suppen haben wir dort gegessen, genau das Richtige für zwischendurch. Danach kann man zum Beispiel Shoppen gehen … wenn man allerdings, so wie ich, kein großer Shopping-Freund ist, kann man dazu gar nichts sagen oder empfehlen. Stattdessen empfehle ich lieber, die Stadt zu Fuß zu erkunden und vielleicht das Historische Museum der Stadt Luxemburg (Musée d’Histoire de la Ville de Luxembourg) zu besuchen, in dem man viel über die Geschichte der Stadt erfährt. Das Museum spiegelt über acht Etagen den Aufbau der Stadt wider. Das Spannende dabei ist der Glasaufzug, mit dem man quasi durch die Stadtgeschichte fährt. Er ist ein eigener Ausstellungsraum und er fährt ganz langsam, sodass man dabei den nackten Fels sehen kann.

Wer nicht so viel Kultur möchte, der kann auch einfach so mit dem „ganz normalen“ Stadt-Aufzug aus der Oberstadt hinunter in den Grund fahren und sich dort ein wenig umsehen. Was sicher auch interessant ist, ist ein Besuch der Kasematten  – in den Fels gehauene Höhlen und Gänge, die noch aus dem 17. Jhd. stammen -, aber das haben wir noch nie geschafft, dafür ist unser Aufenthalt meistens zu kurz. Insgesamt liegt alles nah beieinander und ist gut zu Fuß zu entdecken.

Uns verschlug es bei diesem Besuch auch wieder nach unten in den Grund, und dort machten wir dann die Entdeckung des Abends: die Brigitte. Nein, nicht Nielsen und auch nicht Bardot, sondern eine kleine Bar, die in ein leerstehendes und renovierungsbedürftiges Haus hineingebaut ist. Komplett zusammengeschraubt aus OSB-Platten ist die Brigitte ein Haus im Haus. Eine Zwischennutzung, eine  Pop-up-Bar, die nur so lange existiert, bis das Haus umgebaut wird. Genial!
(Richtig viele Infos zur „Brigitte“ und auch sehr schöne Fotos findet ihr in dem Artikel „Brigitte – eine Pop-up Bar“ auf dem Blog akihart.)

brigitte_lux

brigitte_lion_disco

brigitte_hallway

brigitte_innen

Soweit meine bescheidenen Tipps zu Luxemburg-Stadt.
Wart ihr auch schon einmal dort? Habt ihr noch weitere Tipps für mich? Denn unser nächster Besuch kommt bestimmt!

Ein Frühstück mit Freunden – im MUDAM

luxflag

Unser inzwischen dritter Besuch in Luxemburg war zugleich der vierte Besuch im MUDAM, dem Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean. Dafür gab es dieses Mal sogar einen Grund neben der reinen Freude am Museumsbesuch: Wir waren vom Museum zu einem Brunch eingeladen! Für insgesamt 13 Personen! Unglaublich. Wie es dazu kam? Nun, da wir uns für keinen Spaß zu schade sind, machten wir dieses bekloppte Foto von uns und unserem mit MUDAM-eigener Deko bestückten Weihnachtsbaum und gewannen damit das vom Museum ausgerufene Gewinnspiel auf Facebook. Verrückt.

Die Freude über den Gewinn war natürlich groß, doch dann drängte sich die Frage auf: Wie um Himmels Willen sollen wir 11 weitere Personen dazu bringen, nur wegen eines Frühstücks (und uns) bis nach Luxemburg zu fahren? Charme allein reicht da leider nicht, aber jede Menge Schwärmerei von Luxemburg und dem MUDAM half dann doch ganz gut. Und was soll ich sagen: Wir haben es geschafft. Es waren zwar nicht 11 Freunde, aber immerhin 6. Ich finde, das ist ein ganz ordentliches Ergebnis. Da kann man nicht meckern.

An dieser Stelle nochmal allen lieben Freunden ein herzliches „Danke“, dass ihr den Spaß mitsamt Übernachtung mitgemacht habt! Ohne euch wäre das Ganze nur halb so schön gewesen!

So kam es also, dass wir acht Personen am vergangenen Wochenende ganz herzlich vom MUDAM begrüßt und zu einem leckeren Brunch eingeladen wurden. Außerdem konnte wir uns in aller Ruhe die Ausstellung und das Museum ansehen. Ein Rundum-sorglos-Paket quasi.

mudambrunch

brunch_close

brunch_total

mudam_cafe

Und wie immer, wenn ich dort bin, kann ich nur sagen: Das MUDAM ist einfach ganz großartig! Dass ich es so großartig finde, hat mehrere Gründe. Einer davon ist die Architektur. Dieses junge Museum (eröffnet 2006), das sich der zeitgenössischen Kunst verschrieben hat,  wurde von dem Architekten I.M. Pei unmittelbar hinter das Fort Thüngen auf dem Kirchberg-Plateau erbaut, von dem aus man einen grandiosen Ausblick über Luxemburg-Stadt hat. Es steht auf dem Fundament der Außenmauern des Forts und greift so dessen Form auf. Daraus ergibt sich ein schöner Kontrast zwischen Alt und Neu, den man auch immer wieder sieht, wenn man durch die großen Glasfronten herausschaut. Es ergeben sich manchmal ganz überraschende Ein- und Ausblicke ins und aus dem Museum, das Innen wird mit dem Außen auf spannende Weise verbunden. Es macht einfach Spaß, das Museum von außen zu umwandern, hineinzugehen, die großen Räume und die Aussichten zu genießen. (Wer mehr über das Gebäude wissen möchte, kann hier weiterlesen.)

mudam_außen

mudam_ausblick

mudam_gang

Ein anderer Grund für meine Begeisterung sind die wunderbaren Ausstellungen zur zeitgenössischen Kunst. Eigentlich bin ich immer schwer begeistert von dem, was ich dort sehe. Selbst wenn ich den oder die Künstler vor meinem Besuch vielleicht nicht kannte, gehe ich immer total angeregt und voll mit interessanten Eindrücken nach Hause. Und um einige bekannte Namen zu nennen: Lutz & Guggisberg, Eija-Liisa Ahtila, Wim Delvoye, Ólafur Elíasson, Stephan Balkenhol … ach, und so viele andere.

Und nicht zuletzt muss ich auch noch die tollen Mitarbeiter erwähnen: Man wird immer sehr freundlich empfangen, alle sind ganz entspannt und außerdem bekommt man sehr kompetent Auskunft, wenn man Fragen zur ausgestellten Kunst hat. Ich finde, das ist nicht selbstverständlich. Das kenne ich auch ganz anders, vor allem in großen und bekannten Museen.

Hach, genug der Schwärmerei. Es bleibt mir nur noch eins zu tun:
Liebes MUDAM-Team, vielen Dank noch einmal, dass ihr uns so herzlich empfangen habt! Vielen Dank für die Einladung! Wir kommen sicher ganz bald wieder!

Mudam Luxembourg
3, Park Dräi Eechelen
L-1499 Luxembourg
www.mudam.lu

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Übrigens: Svens Bericht über den Ausflug, der ebenfalls sehr lesenswert ist, findet ihr hier: Klick!

(Und die Tipps, die wir sonst noch so von unserem Luxemburg-Trip mitgebracht haben, gibt es dann im nächsten Post.)

GIF #11

canalegrande

„canale grande“
23.10.2013

GIF #10

balz

„Balz“
03.10.2013

GIF #9

vriendjes

„vriendjes“
03.10.2013

Gastbeitrag: sleeping dogs … in bruges

Heute gibt es einen Gastbeitrag von Sven. Wie im letzten Post schon berichtet, waren wir vor einigen Wochen in Brügge, das uns als Stadt ja nur „so lala“ gefallen hat. Aber dann war da noch diese Sache mit dem Hund …

as you migth have already read, we had the chance to visit brugge (or bruges) some weeks ago, but we were not too enthusiastic about it. everybody tells that it is so great and beautiful, for us it appeared a little bit too crowded and not striking beautiful.
a lot of people said they wanted to go there because of the movie „in bruges“ (german title: „brügge sehen … und sterben?“) by martin mcdonagh. the movie is about two professional killers sent to bruges to wait for further instructions. here colin farrell portrays a character who is not very happy about being in this city, while his partner is fascinated of the medieval art and architecture. as they are boating through the reie, the movie comes up with some snapshot scenes to give some impressions of the city. and then we saw this funny pic of a dog in a window as pictured above.
wait a minute, i know this dog!

as i was going through the photographs taken in bruges i found the dog again, drowsy in the window. he must probably spend a lot of time there, back in 2008 when the film was shot and five years later when we saw him. maybe you can learn from that.
hollywood superstars are everywhere, so watch out!

(Svens Blog, seine Kunst, Musik und alle anderen Infos sind zu finden unter svenpiayda.com.)

 

Man sollte mal … Brügge besuchen

brugge_vonoben

Wenn man wie wir seinen Urlaub häufiger in den Niederlanden nahe der belgischen Grenze verbringt, so drängt sich ein Besuch Brügges ja quasi auf. Das wird einem auch immer mal wieder empfohlen. Schließlich ist Brügge ganz schön hübsch. So pittoresk. Das Venedig Belgiens. Sagen die anderen und das Stadtmarketing.

In der ersten Ferienwoche konnten wir uns dann selbst ein Bild davon machen, wie pittoresk [ich mag das Wort so gerne und muss immer an ein Gedicht von Robert Gernhardt denken, dessen Titel mir leider gerade nicht einfällt] Brügge wirklich ist. Man sollte allerdings erwähnen, dass ich bis dato keinerlei Vorstellung von dieser Stadt hatte. Und nein, ich habe den Film „Brügge sehen und sterben“ (noch) nicht gesehen.

Unsere bewährte Methode, eine neue Stadt kennenzulernen, ist eigentlich immer die gleiche: Navi anschmeißen und „Innenstadt“ als Ziel eingeben, der Rest ergibt sich quasi von allein. Meistens suchen wir uns vorher ein Museum zur zeitgenössischen Kunst heraus, das wir besuchen wollen. Nun besitzt Brügge zwar allerlei Museen, wie man der Homepage entnehmen kann, aber leider war für uns nicht ganz das Passende dabei. Deshalb haben wir uns dann wenigstens zwei andere Adressen notiert, die spannend klangen: einmal die der Mühlen, die vor dem Eingang zur Innenstadt stehen, und dann noch die der Sound Factory (dazu später mehr).

Das mit dem Parken in der Innenstadt ist (wie in vielen anderen Städten, egal ob in Deutschland, den Niederlanden oder Belgien) ja so eine Sache: In Brügge gibt es 2- und 4-Stunden-Zonen mit Parkschein. Außerdem wird P&R vom Bahnhof aus empfohlen. Naja: An solche Empfehlungen halten wir uns eigentlich nie, das ist uns immer zu umständlich, wenn wir noch fremd sind. Und da wir auch gerne mal den Parkpapst in der Tasche haben, hatten wir auch dieses Mal wieder mehr Glück als Verstand: Kostenlos, im Schatten und ohne lange zu suchen fanden wir den perfekten Parkplatz. Hier also der ultimative Parktipp für alle, die einen kleinen Fußmarsch in die Innenstadt nicht scheuen: direkt auf der Kruisvest gegenüber von den Mühlen parken. (Wichtig: Dieser Tipp ist ohne Gewähr, denn wir waren selbst so verblüfft, dass wir uns gar nicht sicher waren, ob man dort einfach stehen darf. Also an alle, die meinem Tipp folgen wollen, der Hinweis: Bitte vor Ort selbst nochmal genau prüfen, ob man nicht doch was zahlen muss! Wir haben nichts gesehen, kein Schild, keinen Parkautomaten, keine gelben Parkverbotsstreifen auf dem Boden. Aber nagelt mich bloß nicht darauf fest.)

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mühle

Von dort aus kann man sich dann (zunächst ganz entspannt) in den mittelalterlichen Stadtkern hinein treiben lassen, der im Jahr 2000 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde. Das kann man auch ruhig ohne Stadtplan machen, man findet die Innenstadt schon. Spätestens, wenn man die ersten Touristenströme ausmacht, weiß man, wo es langgeht. Und damit bin ich dann auch schon bei dem für mich wichtigstens Punkt: Mir war das alles viel zu voll und zu tourimäßig. Wie schon erwähnt, hatte ich ja gar keine richtige Vorstellung von Brügge, und zugegebenermaßen gehe ich solche Ausflüge immer ein wenig naiv an, denn natürlich ist das alles voller Touristen … ich bin ja schließlich auch einer. Zumal: Wenn man im Hochsommer in der ersten Schulferienwoche in eine solche Stadt fährt, was erwartet man denn da schon? Ruhe? Aber vorher denke ich an sowas immer gar nicht und bin dann doch etwas überrascht und erschlagen von all den Menschen, der Lautstärke, den ganzen Stadtführern und der Shoppingmeile.

Natürlich ist die Stadt schön: mittelalterlich, hübsche Häuschen, überall Kanäle mit kleinen Brücken und dann noch die vielen Kirchen. Aber das hat es für mich leider nicht so richtig rausgerissen. Ganz ehrlich: Die Kanäle muffen ziemlich und im Minutentakt schippern kleine Boote voller Touristen Heck an Bug darauf entlang und bekommen die älteste Brücke und die höchste Kirche erklärt. Total romantisch. Genauso romantisch sind die Kutschen, die sich ebenfalls im Minutentakt durch die Straßen schieben, während das eine Pferd dem anderen fast hinten drauf läuft. Das alles bei ca. 30 °C. Ach, es war schwierig.

Sehr gut kann ich mir vorstellen, dass die Stadt außerhalb der Saison sehr schön, romantisch und auch ruhig ist. Wir haben prima Pommes und eine hervorragende belgische Waffel gegessen. Aber vor allem haben wir die großartige Sound Factory besucht, deren Adresse wir uns ja notiert hatten. DAS ist nun aber doch wohl sowas wie ein Geheimtipp, denn wir waren dort fast die ganze Zeit ganz allein. In der obersten Etage des Konzertgebäudes gelegen kann man hier selbst Geräusche und Musik produzieren, auf Glocken klöppeln, mit GarageBand Musik komponieren und mit der interaktiven Soundskulptur „Omni“ (im Grunde sowas wie ein klassischer Sampler) jede Menge Spaß haben.

glockensound

Davon abgesehen hat man einen ganz grandiosen Blick von der Dachterasse über die Stadt. Dafür muss man beim Belfried lange anstehen und viel Geld bezahlen, hier bekommt man es dazu. Absolut empfehlenswert für alle, die in dem ganzen Trubel ein wenig Ablenkung suchen und Spaß an Musik, Tönen und Geräuschen haben.

Und das kommt dabei heraus, wenn man auf „Omni“ rumklöppelt:

 

Alles in allem war es nicht so toll, wie ich vorher dachte, aber doch ein ganz netter Ausflug. Wir kommen vielleicht nochmal außerhalb der Ferien wieder, wenn die Stadt nicht so voll ist. Wenn ihr begeistertere Artikel über Brügge lesen wollt, dann braucht ihr eigentlich nur die Suchmaschine anschmeißen. Es gibt unheimlich viele Reiseberichte auf diversen Blogs, die alle sehr von Brügge schwärmen.

GIF #8

koenigswinter

„nicht davor und nicht dahinter“
07.06.2013

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