Ich sehe was, was du nicht siehst, und das ist … digitanaloptisch!

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Vom 14.09.2013 bis zum 12.10.2013 findet der 3. Schaufensterwettbewerb in Mülheim/Ruhr statt, bei dem Einzelhändler mit Kreativen und Künstlern aller Sparten zusammenarbeiten. Für diesen Wettbewerb gestalte ich in Zusammenarbeit mit AESTATE das Schaufenster (und den Verkaufsraum) der Optik Ziesmann, Friedrichstraße 20.

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Unter dem Motto „Ich sehe was, was du nicht siehst, und das ist … digitanaloptisch!“ präsentieren wir Nadelmalereien, vektorbasierte Grafiken, goldene Tierplastiken und Videos. Die Arbeiten passen perfekt in das Schaufenster der Optik Ziesmann: Die präzise gestickten Nadelmalereien und die vektorbasierten Computerbilder spiegeln die Geradlinigkeit von Lichtstrahlen wider. Wo die Optikerin mit Linsen Lichtstrahlen bricht, durchsticht die Nadel den schwarzen Trägerstoff und es entstehen komplexe und aufwendige Werke.

Der Titel „digitanaloptisch“ spielt auf die drei unterschiedlichen Technologien an, die die drei Partner in der gemeinsamen Ausstellung zusammenbringen: AESTATEs digitale Computerproduktionen, die analoge Technik des Stickens und die optische Arbeit der Firma Ziesmann.

Zur Eröffnung am 14.09.2013 um 11 Uhr wird es einen Rundgang zu ausgewählten Schaufenstern geben. Treffpunkt ist vor dem Café Perfetto, Kohlenkamp 41. Jeder, der mag, ist dazu recht herzlich eingeladen.

Im Anschluss daran freue ich mich ab ca. 13 Uhr über Besucher in der Optik Ziesmann. Selbstverständlich kann man sich das Schaufenster auch außerhalb der Öffnungszeiten anschauen.

Schaufensterwettbewerb Müheim/Ruhr
14.09.2013 bis 12.10.2013
Optik Ziesmann
Friedrichstraße 20
45468 Mülheim/Ruhr

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(Fotos: Sven Piayda)

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Gastbeitrag: sleeping dogs … in bruges

Heute gibt es einen Gastbeitrag von Sven. Wie im letzten Post schon berichtet, waren wir vor einigen Wochen in Brügge, das uns als Stadt ja nur „so lala“ gefallen hat. Aber dann war da noch diese Sache mit dem Hund …

as you migth have already read, we had the chance to visit brugge (or bruges) some weeks ago, but we were not too enthusiastic about it. everybody tells that it is so great and beautiful, for us it appeared a little bit too crowded and not striking beautiful.
a lot of people said they wanted to go there because of the movie „in bruges“ (german title: „brügge sehen … und sterben?“) by martin mcdonagh. the movie is about two professional killers sent to bruges to wait for further instructions. here colin farrell portrays a character who is not very happy about being in this city, while his partner is fascinated of the medieval art and architecture. as they are boating through the reie, the movie comes up with some snapshot scenes to give some impressions of the city. and then we saw this funny pic of a dog in a window as pictured above.
wait a minute, i know this dog!

as i was going through the photographs taken in bruges i found the dog again, drowsy in the window. he must probably spend a lot of time there, back in 2008 when the film was shot and five years later when we saw him. maybe you can learn from that.
hollywood superstars are everywhere, so watch out!

(Svens Blog, seine Kunst, Musik und alle anderen Infos sind zu finden unter svenpiayda.com.)

 

Man sollte mal … Brügge besuchen

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Wenn man wie wir seinen Urlaub häufiger in den Niederlanden nahe der belgischen Grenze verbringt, so drängt sich ein Besuch Brügges ja quasi auf. Das wird einem auch immer mal wieder empfohlen. Schließlich ist Brügge ganz schön hübsch. So pittoresk. Das Venedig Belgiens. Sagen die anderen und das Stadtmarketing.

In der ersten Ferienwoche konnten wir uns dann selbst ein Bild davon machen, wie pittoresk [ich mag das Wort so gerne und muss immer an ein Gedicht von Robert Gernhardt denken, dessen Titel mir leider gerade nicht einfällt] Brügge wirklich ist. Man sollte allerdings erwähnen, dass ich bis dato keinerlei Vorstellung von dieser Stadt hatte. Und nein, ich habe den Film „Brügge sehen und sterben“ (noch) nicht gesehen.

Unsere bewährte Methode, eine neue Stadt kennenzulernen, ist eigentlich immer die gleiche: Navi anschmeißen und „Innenstadt“ als Ziel eingeben, der Rest ergibt sich quasi von allein. Meistens suchen wir uns vorher ein Museum zur zeitgenössischen Kunst heraus, das wir besuchen wollen. Nun besitzt Brügge zwar allerlei Museen, wie man der Homepage entnehmen kann, aber leider war für uns nicht ganz das Passende dabei. Deshalb haben wir uns dann wenigstens zwei andere Adressen notiert, die spannend klangen: einmal die der Mühlen, die vor dem Eingang zur Innenstadt stehen, und dann noch die der Sound Factory (dazu später mehr).

Das mit dem Parken in der Innenstadt ist (wie in vielen anderen Städten, egal ob in Deutschland, den Niederlanden oder Belgien) ja so eine Sache: In Brügge gibt es 2- und 4-Stunden-Zonen mit Parkschein. Außerdem wird P&R vom Bahnhof aus empfohlen. Naja: An solche Empfehlungen halten wir uns eigentlich nie, das ist uns immer zu umständlich, wenn wir noch fremd sind. Und da wir auch gerne mal den Parkpapst in der Tasche haben, hatten wir auch dieses Mal wieder mehr Glück als Verstand: Kostenlos, im Schatten und ohne lange zu suchen fanden wir den perfekten Parkplatz. Hier also der ultimative Parktipp für alle, die einen kleinen Fußmarsch in die Innenstadt nicht scheuen: direkt auf der Kruisvest gegenüber von den Mühlen parken. (Wichtig: Dieser Tipp ist ohne Gewähr, denn wir waren selbst so verblüfft, dass wir uns gar nicht sicher waren, ob man dort einfach stehen darf. Also an alle, die meinem Tipp folgen wollen, der Hinweis: Bitte vor Ort selbst nochmal genau prüfen, ob man nicht doch was zahlen muss! Wir haben nichts gesehen, kein Schild, keinen Parkautomaten, keine gelben Parkverbotsstreifen auf dem Boden. Aber nagelt mich bloß nicht darauf fest.)

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Von dort aus kann man sich dann (zunächst ganz entspannt) in den mittelalterlichen Stadtkern hinein treiben lassen, der im Jahr 2000 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde. Das kann man auch ruhig ohne Stadtplan machen, man findet die Innenstadt schon. Spätestens, wenn man die ersten Touristenströme ausmacht, weiß man, wo es langgeht. Und damit bin ich dann auch schon bei dem für mich wichtigstens Punkt: Mir war das alles viel zu voll und zu tourimäßig. Wie schon erwähnt, hatte ich ja gar keine richtige Vorstellung von Brügge, und zugegebenermaßen gehe ich solche Ausflüge immer ein wenig naiv an, denn natürlich ist das alles voller Touristen … ich bin ja schließlich auch einer. Zumal: Wenn man im Hochsommer in der ersten Schulferienwoche in eine solche Stadt fährt, was erwartet man denn da schon? Ruhe? Aber vorher denke ich an sowas immer gar nicht und bin dann doch etwas überrascht und erschlagen von all den Menschen, der Lautstärke, den ganzen Stadtführern und der Shoppingmeile.

Natürlich ist die Stadt schön: mittelalterlich, hübsche Häuschen, überall Kanäle mit kleinen Brücken und dann noch die vielen Kirchen. Aber das hat es für mich leider nicht so richtig rausgerissen. Ganz ehrlich: Die Kanäle muffen ziemlich und im Minutentakt schippern kleine Boote voller Touristen Heck an Bug darauf entlang und bekommen die älteste Brücke und die höchste Kirche erklärt. Total romantisch. Genauso romantisch sind die Kutschen, die sich ebenfalls im Minutentakt durch die Straßen schieben, während das eine Pferd dem anderen fast hinten drauf läuft. Das alles bei ca. 30 °C. Ach, es war schwierig.

Sehr gut kann ich mir vorstellen, dass die Stadt außerhalb der Saison sehr schön, romantisch und auch ruhig ist. Wir haben prima Pommes und eine hervorragende belgische Waffel gegessen. Aber vor allem haben wir die großartige Sound Factory besucht, deren Adresse wir uns ja notiert hatten. DAS ist nun aber doch wohl sowas wie ein Geheimtipp, denn wir waren dort fast die ganze Zeit ganz allein. In der obersten Etage des Konzertgebäudes gelegen kann man hier selbst Geräusche und Musik produzieren, auf Glocken klöppeln, mit GarageBand Musik komponieren und mit der interaktiven Soundskulptur „Omni“ (im Grunde sowas wie ein klassischer Sampler) jede Menge Spaß haben.

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Davon abgesehen hat man einen ganz grandiosen Blick von der Dachterasse über die Stadt. Dafür muss man beim Belfried lange anstehen und viel Geld bezahlen, hier bekommt man es dazu. Absolut empfehlenswert für alle, die in dem ganzen Trubel ein wenig Ablenkung suchen und Spaß an Musik, Tönen und Geräuschen haben.

Und das kommt dabei heraus, wenn man auf „Omni“ rumklöppelt:

 

Alles in allem war es nicht so toll, wie ich vorher dachte, aber doch ein ganz netter Ausflug. Wir kommen vielleicht nochmal außerhalb der Ferien wieder, wenn die Stadt nicht so voll ist. Wenn ihr begeistertere Artikel über Brügge lesen wollt, dann braucht ihr eigentlich nur die Suchmaschine anschmeißen. Es gibt unheimlich viele Reiseberichte auf diversen Blogs, die alle sehr von Brügge schwärmen.

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„nicht davor und nicht dahinter“
07.06.2013

Ein Mann wie du

„Kelly“, flüsterte er mit rauer, sinnlicher Stimme, zog sie in seine Arme und beugte sich zu ihr.
(aus: Liholm, M.: Ein Mann wie du, in: Baccara Exklusiv, Band 105, Cora Verlag, Hamburg, S. 68)

Ein einfacher Satz – ein wenig kitschig, nicht weiter spektakulär.
Doch hier und heute haucht George Clooney sanft „Kelly“; mit seiner unverwechselbaren rauen, sinnlichen Stimme. Und das ist etwas Besonderes, denn er haucht es live. Frauen seufzen, ein kurzer spitzer Schrei ertönt aus dem Publikum, gefolgt von Gekicher. Die ein oder andere wünscht sich, er hätte ihren Namen gehaucht: Melanie, Sabrina, Hannah oder Susanne.
Tatsächlich ist es aber gar nicht George Clooney, der hier haucht, flüstert und sanft säuselt, sondern es ist Detlef Bierstedt, seines Zeichens Synchronsprecher von Clooney … und hier und heute liegen ihm die Frauenherzen zu Füßen. Mr. Clooney, packen Sie ein.

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Wir sitzen im Schauspielhaus Bochum bei einer Prima Vista Lesung® der Lauscherlounge, dem Label, dessen kreativer Kopf  Oliver Rohrbeck ist. Er ist die Stimme hinter Justus Jonas von den Drei ???, mit denen ich einen Großteil meiner Kindheit und Jugend verbracht habe. Diese Lesung ist etwas ganz Besonderes: Rohrbeck und Bierstedt lesen Texte, die wir – das Publikum – ihnen mitgebracht haben und die sie vorher nicht zu Gesicht bekommen haben. Das Ganze ist ein Riesenspaß, nicht nur für uns, sondern auch für die beiden.

Der Abend vergeht wie im Flug und er bietet viele Höhepunkte. Die beiden machen sich die unbekannten Texte ganz wunderbar zu eigen, schreien, stöhnen und flüstern. Während Bierstedt einen Abschnitt aus Karl May liest, beginnt Rohrbeck die uns so gut bekannte Melodie aus den Winnetou-Filmen zu summen und zu trommeln. Sie tragen würdevoll schwedische Zungenbrecher vor, streiten sich um das Loriot’sche Frühstücksei und können bei „Radkäppchen und der böse Golf“ die miesen Wortspiele kaum ertragen (ich übrigens auch nicht).

Und einer der Höhepunkte ist dann tatsächlich der Text, den ich mitgebracht habe. In den letzten Tagen vor der Lesung hatte ich mir immer mal wieder kurz den Kopf darüber zerbrochen, was ich denn mitnehmen will. Einen lustigen Text? Einen ernsthaften? Lyrik oder Prosa? Eine schlecht übersetzte Gebrauchsanweisung? Das schien mir alles nicht das Richtige zu sein. Und plötzlich hatte ich die Idee: einen Groschenroman! Ziemlich kitschig und irgendwie sowas wie „erotisch“, glühende Leidenschaft quasi. Und wie es der Zufall will, landet mein Text auch noch auf der Tischseite von George Cloo…, äh, Detlef Bierstedt. Perfekt! Das Heftchen trifft voll ins Schwarze. Kein Wunder, wer möchte nicht gerne George Clooney mit sinnlicher Stimme flüstern hören?

Die Krux des Synchronsprechers ist ja eigentlich (ähnlich wie die des Übersetzers), dass  keiner deinen Namen kennt und kaum jemand deine Arbeit zu schätzen weiß. So steigt natürlich auch vor meinem inneren Auge Ben Stiller auf, wie er hektisch nachts durchs Museum rennt; und George Clooney, wie er in Ocean’s Eleven verschmitzt und leicht dümmlich zugleich aus der Wäsche guckt. So soll das auch sein, denn damit spielt das Konzept dieser Lesung. Aber sie schafft es auch, dass die Personen hinter den Stimmen heute für mich ein „Gesicht bekommen“ und ich mir ihre Namen merken kann. Das ist doch was. Klassenziel erreicht.

Nach zwei gut gefüllten Stunden, einer Zugabe und viel Applaus ist diese großartige Lesung dann auch schon wieder vorbei. Man möchte eigentlich noch gar nicht gehen, so schön war’s. Also nutze ich die Gelegenheit und spiele Groupie: Mein Groschenroman muss aufgewertet werden, eine Unterschrift muss her. Und so kommt es, dass ich mir wie ein verliebter Fan ein Autogramm hole, obwohl mir normalerweise nichts ferner liegt als das.

"Herr Clooney, ein Autogramm bitte." "Ich bin nicht Herr Clooney." "Ach, das weiß ich doch. Aber wenn Sie dann bitte hier ..., Herr Clooney."

„Herr Clooney, ein Autogramm bitte.“ „Ich bin nicht Herr Clooney.“ „Ach, das weiß ich doch. Aber wenn Sie dann bitte hier …, Herr Clooney.“

Gewiss, Herr Bierstedt, Sie sind nicht George Clooney. Und ich bin erst recht nicht Stacey Keibler. Aber mal ehrlich: Wir sind verdammt nah dran.

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Ich dreh am Rad …

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rheinschiff

„Take me away“
29.04.2012

And the winner is …

Vielen Dank an euch alle für die Teilnahme am Gewinnspiel. Leider kann es nur einen Gewinner geben. Das Video dokumentiert den einwandfreien Ablauf der Ziehung und Sven hat sich vom ordnungsgemäßen Zustand des Hutes überzeugt.

Ich habe mich sehr über eure Kommentare gefreut und vor allem habe ich einige wirklich spannende neue Künstler entdeckt. Das finde ich ganz großartig und deswegen wird es dazu in den nächsten Tagen noch einen Extra-Beitrag geben.

Jetzt aber erst einmal: Herzlichen Glückwunsch, liebe Susanne! Eine Mail an dich geht morgen raus und dann hast du hoffentlich bald Art Now! Vol. 3 auf dem Tisch.

Blogger schenken Lesefreude – die Verlosung!

Blogger schenken LesefreudeEndlich ist es also soweit: Heute ist der Welttag des Buches – und um diesen gebührend zu feiern, verlosen insgesamt 1008 Blogger, Verlage, Autoren etc. die unterschiedlichsten Bücher. Wie toll ist das denn bitte?

Wie sich das für eine ordentliche Lektorin gehört, darf ich natürlich auch nicht fehlen im Reigen derjenigen, die ein Buch verlosen. Daher nun also aufgepasst *Trommelwirbel*:
Bei mir könnt ihr heute eine Ausgabe von Art Now! Vol. 3 aus dem TASCHEN Verlag gewinnen. Ein tolles und praktisches Buch zur zeitgenössischen Kunst mit ca. 133 Künstlerporträts. Bestens geeignet, um sich einen Überblick über die aktuelle Kunstszene zu verschaffen, zum gelegentlichen Drin-Blättern, Nachschlagen und gemütlichen Schmökern.

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Jetzt wollt ihr wissen, wie das geht, richtig?
Ganz einfach: Ihr hinterlasst mir hier unter dem Eintrag einfach einen Kommentar bis zum 29. April, 24 Uhr. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir verratet, ob ihr einen Lieblingskünstler habt und wenn ja, wer das ist. Am 30.4. werde ich dann den glücklichen Gewinner auslosen.

So, und wenn ihr jetzt sagt: „Ach nee, Kunst, das ist mir ja nix“, dann findet ihr hier die Liste mit allen teilnehmenden Blogs und den zugehörigen Büchern. Ich bin mir sicher, dass für jeden was Feines dabei ist. Für diese Liste und die ganze Mühe auch nochmal vielen herzlichen Dank an die beiden Organisatorinnen Christina von pudelmuetzes-buecherwelten.de und Dagmar alias geschichtenagentin.blogspot.de!

Und nun aber ab in die Kommentare mit euch!

(Kleiner Nachtrag: Bitte kommentiert mit einer gültigen E-Mail-Adresse, damit ich euch später kontaktieren kann, falls ihr gewonnen habt. Keine Sorge, die Adresse wird nicht mit veröffentlicht!)

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„robyn’s home“
17.04.2013

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